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Der perfekte Pitch – So überzeugt Ihr Investoren und Partner

Investoren überzeugen, Kunden und Partner gewinnen – Gründer stehen immer wieder vor der Herausforderung, ihre Idee und auch sich selbst richtig zu präsentieren. Um so wichtiger ist es, dies auch als außergewöhnliche Chance zu begreifen, sein Unternehmen weiter nach vorn zu bringen. Doch was überzeugt Investoren tatsächlich und hebt die eigene Idee von denen anderer Gründer ab. Hierfür gibt es einige Grundregeln, die man bei jedem Pitch beachten sollte:

Bereitet Euch gut vor

Überlasst nichts dem Zufall. Eine mehr oder weniger recht als schlecht und erst kurz vor dem Termin erstellte Präsentation wirkt oft nicht durchdacht. Schärft vorab Euer Profil und bringt Eure Idee klar auf den Punkt. Hierzu zählt auch, dass Ihr Euer Produkt und Eure Zahlen kennt und bei Fragen nicht ausweichen müsst.

Storytelling: Nehmt die Zuhörer mit auf eine Reise

Unser Gehirn verarbeitet Geschichten und merkt sich eine Story besser als Zahlen und Fakten. Appelliert mit „Storytelling“ an die Gefühle der Investoren, um diese zu begeistern. Überlegt Euch also vorab, welche Geschichte Ihr zu Eurer Idee bzw. Eurem Produkt erzählen könnt. Erst in einem zweiten Schritt solltet Ihr mit Zahlen und Fakten zur Gründung aufwarten.

Tretet überzeugend auf

Ihr seid von Eurer Idee überzeugt und das solltet Ihr auch zeigen. Seid selbstsicher und verstellt Euch nicht. Schaut Eurem Gegenüber in die Augen, während Ihr sprecht. Das heißt keinesfalls, dass Ihr arrogant auftreten sollt, denn damit verspielt Ihr Sympathien.
Zu Eurem Auftreten gehört auch die Form Eurer Präsentation. Ein insgesamt stimmiges Design, versehen mit Grafiken und Bildern wird sich insgesamt positiver auswirken. Vermeidet zudem unbedingt Rechtschreibfehler. So zeigt Ihr, dass Ihr gewissenhaft sowie ordentlich arbeitet und Euch der Termin wichtig ist.

Beachtet Ihr diese Punkte, habt Ihr schon viel gewonnen. Letztendlich müssen natürlich Eure Inhalte überzeugen.

[su_highlight] 12 Folien für ein perfektes Pitchdeck[/su_highlight]

Mit einem Pitchdeck bringt Ihr die Idee Eures Startups auf den Punkt. Im Wesentlichen beschränkt sich das Pitchdeck auf 10 bis 12 Folien. Hier gilt der Ansatz „Weniger ist mehr“, um zu zeigen, dass man effizient und zielorientiert arbeitet. Das heißt auch, dass die Präsentation klar gegliedert ist und nur wenige Bulletpoints auf einer Seite verwendet werden. Schreibt also auf keinen Fall zu viel. Ihr wollt die Investoren ja weder langweilen noch ihnen Zeit und Nerven rauben. Das wichtigste muss sofort im Blick und zu erfassen sein. Die grundlegende Gliederung muss dabei nicht neu erfunden werden, sondern ist allgemein anerkannt:

  1. Einführung: Stellt Euch kurz vor. Auf der Folie solltet Ihr Euren Firmennamen nennen und mit wenigen Worten Eure Idee beschreiben.
  2. Team: Wer sind die Gründer und wer ergänzt das Team? Welche Aufgaben und Funktionen werden jeweils übernommen?
  3. Problemdarstellung: Welches Problem wird durch Eure Idee gelöst? Wird das Produkt gebraucht, dass heißt, wo gibt es einen konkreten Bedarf beim Kunden, der nur durch das eigene Produkt perfekt gelöst werden kann? Passt das Produkt zum derzeitigen Markt? Sind Design, Vertriebswege und Geschäftsmodell für das Produkt oder Eure Dienstleistung den Markterfordernissen Eurer Kunden angepasst?
  4. Alleinstellungsmerkmal: Was hebt Euer Produkt von anderen Lösungen des Wettbewerbs ab und macht es einzigartig?
  5. Problemlösung: Wie löst Euer Produkt oder Eure Dienstleistung das Problem der potentiellen Kunden? Welche Funktionen sind hierfür besonders und was ist der besondere Nutzen? Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet das Produkt langfristig?
  6. Produktvorstellung: Erklärt hier die Funktionsweise und dahinterstehende Technologien des Produktes. Hier bietet es sich an, Anwendungsfälle zu beschreiben.
  7. Traction: Gibt es bereits messbare Kennzahlen, die das Potenzial Eurer Lösung bescheinigen? Können z. B. erste Umsätze vorgewiesen werden, wie entwickelt sich die Performance auf einer vorhandenen Website, wie hoch ist die Conversionrate? Wird noch vor Produkt- bzw. Verkaufsstart präsentiert, sollten an dieser Stelle mehrere „Revenue Streams“ aufgezeigt werden, um darzustellen, wie sich das Produkt in verschiedenen Fällen entwickeln kann.
  8. Marktvolumen: Wie groß ist die Zielgruppe, die im Markt erreicht werden kann? Welche Umsätze können innerhalb der Zielgruppe realisiert werden? Hier empfiehlt es sich, einen realistischen und eher nüchternen Blick zu behalten und nicht zu sehr aufzutrumpfen.
  9. Konkurrenzsituation: Wer sind Eure Wettbewerber im Markt und wie sind diese positioniert? Zeigt auf, wie das zu lösende Problem von den Konkurrenten angegangen wird. Blickt dabei unbedingt über den Tellerrand. Es gibt fast immer jemanden mit einer ähnlichen Idee. Gute Recherche wird von Investoren hier honoriert.
  10. Geschäftsmodell: Erklärt unter diesem Punkt zu welchem Preis Ihr Euer Produkt anbieten wollt und warum Ihr den Preis genau so gestaltet. Legt dar, auf welche Weise das Produkt oder Eure Dienstleistung Geld einbringen soll und zu welchem Zeitpunkt Ihr mit den ersten Umsätzen rechnet.
  11. Finanzierungsbedarf: Was kostet Euch gegebenenfalls die Entwicklung eines Prototypen, wie hoch ist der Finanzbedarf, um das Produkt umsetzen und in den Markt bringen zu können? Wie viel muss für Produktpflege und Entwicklung bzw. das Wachstum investiert werden? Benötigt Ihr hier Unterstützung durch Venture Capital oder einen Business Angel?
  12. Kontakt: Die letzte Folie sollte die Kontaktdaten – wie Name, Mobilnummer, E-Mail und Social-Media-Profile – des wesentlichen Ansprechpartners im Team enthalten, damit potentielle Investoren direkt mit dem richtigen Teammitglied Kontakt aufnehmen können.

Bei der Entwicklung und bei der Vorbereitung einer solchen Präsentation steht Euch natürlich auch Euer Gründercoach zur Seite. Übt Eure Präsentation vor Freunden und Bekannten. Beginnt dann zunächst mit kleineren Pitches, die gegebenenfalls auch der Übung dienen, bevor Ihr Euch an die ganz großen traut.

Weiterführende Links zur Gestaltung und Tipps rund um das Pitchdeck erhaltet Ihr auch hier:
Daniel Hüfner: Erfolgreich pitchen. In: t3n, Startup-Guide Nr. 1, S.22-23
Christian Renner: Zehn plus eine Slide, die wir in Eurem Pitch-Deck sehen wollen. http://www.gruenderszene.de/allgemein/pitch-deck-slides-tipps
http://www.deutsche-startups.de/2014/08/20/pitch-boosting-das-pitch-deck/



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